Gemeindeverband

SPD Otterbach-Otterberg

Dez

28

Steuerhinterziehung


Eine Strafe erhält jeder der die Finanzbehörde sowie auch andere Behörden über steuerlich wesentliche Umstände unrichtige oder unvollständige Angaben macht.
Ebenso wenn jemand die Finanzbehörden pflichtwidrig über steuerlich wesentliche Umstände in Ahnungslosigkeit lässt oder nachlässig die Verwendung von Steuerstemplern oder Steuerzeichen unterlässt und als Folge Abgaben gekürzt oder für sich oder einen anderen nicht berechtigte Steuervorteile erreicht.

In sehr schwerwiegenden Umständen ist die Strafe eine Haftstrafe von 6 Kalendermonaten bis zu 10 Jahren. Ein sehr schwerwiegender Fall liegt im Allgemeinen dann vor, wenn der Steuerschuldner
im großem Umfang Abgaben gekürzt oder nicht gerechtfertigte Abgabevorteile erreicht hat,
seine Befugnisse oder seine Position als Behördenangestellter ausgenutzt hat oder die Mithilfe eines Amtsträgers ausnutzt, der seine Befugnisse sowie seine Stellung ausnutzt wie auch die Anwendung nachgemachter oder verfälschter Belege andauernd Steuern gekürzt hat oder keines Falls berechtigte Abgabevorzüge erlangt hat. Auch wenn man ein Mitglied einer Bande ist, die sich zusammengeschlossen haben um gemeinsam Steuern zu unterschlagen. Wie auch Umsatz- oder Verbrauchssteuern gekürzt hat beziehungsweise absolut nicht berechtigte Verbraucher- bzw. Umsatzsteuervorteile erreicht hat.

Falls sie Steuerhinterziehung begangen haben bestimmt unter anderem der Umfang der hinterzogenen Steuern sowie die Zeitdauer der Steuerhinterziehung über die Höhe der Strafe.
Je nach Höhe der Hinterziehung fällt folglich das Strafmaß aus zum Beispiel bis 1.000€ jeglicher Hinterziehung wird die Ermittlung zumeist gegen einer Erforderlichkeit vorzeitig eingestellt.
Bis 50.000 euro wird im Regefall mit einer Geldstrafe verurteilt und ab fünfzigtausend € durch z.B. Erschleichen von Zahlungen vom Amt für Finanzen beispielsweise Vorsteuererstattungen eine Geldstrafe beziehungsweise eine Gefängnisstrafe die eventuell zur Bewährung ausgesetzt werden kann.

Wenn zwei oder mehr an der Steuerveruntreuung verwickelt sind wie z.B. Ehepaare, Erbengemeinschaften beziehungsweise der Leiter von Firmen in diesem Punkt sollten die weiteren Handlungen zusammen geplant sowie abgestimmt werden. Weil wenn nur einer der Beteiligten geständig ist, ist es für die anderen in der Regel zu spät.
Achtung bei verletzten und belogenen Ehegattinnen beziehungsweise Liebesaffären, denn gekränkte Damen tendieren dazu ihren Ex geliebten gerne ins offene Messer laufen zu lassen.
Achten sie ebenfalls stets auf die Tatsache mit wem sie über ihren Betrug reden, denn nicht jeder will ihn was gutes, auch wäre es vom großen Vorteil nur mit Personen darüber zusprechen die vor dem Strafgericht ein Zeugnisverweigerungsrecht haben, wie bspw. einen Anwalt sowie einem StB.

Sofern jemand sich für zur Selbstanzeige entschlossen hat, muss die Anzeige gemacht worden sein, bevor dem Steuerschuldner oder seinem Komplizen die Einführung des Straf- oder Bußgeldverfahrens eröffnet worden ist. Dies sollte ebenfalls bei Hinterziehung von Steuern geschehen bevor ein Prüfer vom Finanzamt zur steuerlichen oder steuerstrafrechtlichen Kontrolle gekommen ist. Darüber hinaus darf der Täter unter keinen Umständen Voraussicht wissen, dass seine Tat bereits zum Vorschein gekommen beziehungsweise stellenweise zum Vorschein gekommen worden ist, weil sonst würde er nicht ohne bestrafung wegkommen. Kommt der Täter aber bei Steuerhinterziehung straffrei davon, werden jedoch Hinterziehungszinsen festgesetzt.

Bei einer Selbstanzeige sind die Voraussetzungen um Straffrei davon zukommen dass der Steuerschuldner die unrichtigen oder lückenhaften Daten bei der Behörde für Steuern rechtigstellen beziehungsweise ergänzen sollte oder besser gesagt die unterlassenen Angaben nachholt.
Außerdem sollte berücksichtigt werden daß jeder mit einem Anwalt bzw. StB Rücksprache über die Selbstanzeige halten müssen, da formell da noch einiges zu Regeln ist. Sollten sie es auf eigene Faust macht sparen sie wahrscheinlich noch am verkehrten Ende.
Ebenso muss vor allem die Tatsache beachtet werden das vererbtes Schwarzgeld für die Erben die gleichen Strafrechtlichen Konsequenzen mit sich zieht wie bei dem Täter selbst. Und man möchte ja nicht negativ im Gedächtnis bleiben und seinen Nachkommen Schulden bereiten.

Ein ganz anderer Tatbestand liegt bei einer gewerblichen Steuerhinterziehung vor.
Eine gewerbsmäßige Tat liegt vor wenn die Tat wiederholt begangen wird und der Steuerschuldner sich damit nicht nur eine kurzzeitige Erwerbsquelle von geringem Umfang verschafft hat.
Mit am schlimmsten ist wohl das in diesem Fall keine Selbstanzeige wie auch keine Einstellung entgegen einer Geldstrafe sowie kein diskretes Strafverfahren ohne eine Hauptverhandlung denkbar sein wird.
Aufgrund dessen sollte einem klar sein daß die Sachlage eine Straftat ist, das heißt jeder der an dieser Tat engagiert ist kann mit einer Haftstrafe von einem Jahr bis zu 10 Jahren rechnen. Darüber hinaus beträgt die Verjährung hier nicht wie bei der normalen Steuerunterschlagung fünf Jahre, sondern komplette 10 Jahre.
Nun kann jeder selbst entscheiden ob ihm ein paar 1.000€ mehr auf dem Bankkonto wert ist um evtl. im Nachhinein im Gefängnis zu sitzen beziehungsweise verurteilt zu sein.

Steuerhinterziehung ist in Deutschland verboten und selbst der Vorsatz von Zollhinterziehung wird Kriminalrechtlich verfolgt. Ohne Bestrafung kommt jemand bloß davon falls man sich ehe die Finanzbehörde die ersten Ermittlungen eröffnet sich selber Angezeigt hat. Das heißt nicht daß man gänzlich davon kommt, mit einer Geldbuße müssen alle rechnen.

Bei Steuerhinterziehung, ganz gleich ob bei einer Selbstanzeige oder ebenfalls falls sie bei ihrer Veruntreuung von Steuern bereits erwischt worden sind, wäre es für jeden am Besten wenn sie sich einen Anwalt leisten können der sie Verteidigt, denn es geht hier schließlich um ihre Existenz und das Unterschlagen der Steuern ist halt keine Kleinigkeit noch dazu wird abhängig von der Schwere der Strafe werden diese mit bis zu zehn Jahren Haftstrafe verurteilt.
einem muss bewusst sein das eine Verurteilung zu einer Geldbuße von über neunzig Tagessätzen im Bundeszentralregister als vorbestraft gemeldet wird und auch in ihrem Führungszeugnis dann ein Vermerk auftaucht, dass sie Verurteilt sind.