Gemeindeverband

SPD Otterbach-Otterberg

Nov

09

Hamburg Steuerberater


Die Berufsbezeichnung Steuerberater heißt: Eine Arbeit als Berater in Steuersachen zu haben. Ein Berater beschäftigt sich überwiegend mit steuerrechtlichen und zusätzlich mit betriebswirtschaftlichen Fragestellungen. Berater helfen bei der Erstellung einer Steuererklärung. Auf Wunsch übernimmt der Berater die vollständige Steuerangelegenheit. Demzufolge muss man sich überhaupt nicht mehr mit der komplexen Materie auseinanderzusetzen. Die Aufgabe übernimmt dann ein Sachkundiger. Zu den zusätzlichen Sachbereichen eines Beraters gehören die Herstellung von Jahresbilanzen, die Erstellung von Buchführungen, Beurteilung von Bescheiden der Steuerbehörde sowie gerichtliche Vertretung bei Auseinandersetzungen mit dem Finanzamt. Ein Steuerberater bearbeitet für Unternehmen häufig die Geschäftsbuchhaltung, Lohn- und Gehaltsabrechnung, Beratungsgespräche hinsichtlich des Rechnungswesen und der Vermögensverwaltung, und Beantwortung von betriebswirtschaftlichen Fragestellungen. Darüber hinaus darf der Steuerberater sogar die Insolvenzverwaltung und Liquidation eines Unternehmens umsetzen. Des Weiteren sind Nachlassverwaltung und Testamentsvollstreckung, Rating-Beratung, pflegerische und treuhänderische Aufgaben möglich. Das Tätigkeitsfeld des Beraters ist jedoch beschränkt und darf nicht über die Grenzen hinausgehen. Die weitergehende Beratungsleistung darf z.B. nur durch einen Rechtsanwalt ergehen. Um den Beruf eines Steuerberaters auszuführen muss jeder eine Steuerprüfung ablegen und als Steuerberater rechtmäßig zugelassen worden sein. Die Berechtigung kann über ein Hochschulstudium erfolgen. Voraussetzung ist ein wirtschaftswissenschaftlicher oder rechtswissenschaftlicher Hochschulabschluss. Danach erfolgt eine praktische Betätigung auf dem Gebiet des Steuerrechts. Der Zeitraum dieser Betätigung bemisst sich nach der vorab absolvierten Studiumslänge. Bei mindestens 8 Semestern sind 24 Monate zwingend. Bei weniger als vier Jahren müssen 36 Monate praktische Lehre geleistet werden. Der andere Weg zur Zulassung ist eine kaufmännische Ausbildung. Nach dem Abschluss der kaufmännischen Lehre braucht man zehn Jahre Arbeitserfahrung bevor man die Zulassung als Steuerberater bekommt. Die Prüfung besteht aus drei schriftlichen Arbeiten und einem mündlichen Leistungsnachweis. Relevante Prüfungsgebiete sind unter anderem: Verfahrensrecht, Bewertungsrecht, Grundsteuer, Verkehrssteuer, BWL und Rechnungsführung, Volkswirtschaft und Berufsrecht, Allgemeines Zivilrecht, Gesellschaftsrecht und Recht der Europäischen Gemeinschaft. Insgesamt müssen 3 schriftliche Arbeiten aus den genannten Gebieten geschrieben werden. Die mündliche Prüfung besteht aus einem Vortrag und 6 weiteren Prüfungsteilen. Nach der erfolgreichen Prüfung ist erst eine Ernennung als Steuerberater möglich. Eine Bestellung ist auch von der persönlichen Eignung des Betroffenen abhängig. Die Bestellung erfolgt schließlich durch die Steuerberaterkammer. Man bekommt eine Urkunde und kann dann nach allem als Steuerberater tätig werden. Es besteht die Option sich selbstständig zu machen um selbstständig ein Unternehmen zu führen oder man schließt sich zusammen. Das geht z.B. in Form einer Sozietät als GbR, Partnergesellschaft, Bürogemeinschaft, KG, offene Handelsgesellschaft oder einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Nicht zu verwechseln ist der Steuerberater mit einem Rechtsanwalt, der einen Fachanwalt für das Steuerrecht hat. Der Anwalt kann nur rechtliche Beratung erbringen, jedoch nicht die Aufgaben eines Beraters durchführen. Alle tätigen Berater sind in einem öffentlichen Verzeichnis aufgeführt. Gegenwärtig sind fast 94.000 Steuerberater in in der Bundesrepublik Deutschland zugelassen. Die Zahl ist 2014 auf 1,7 Prozent angestiegen. Die große Anzahl an steuerlichen Beratern ist ein Zeichen für den hohen Bedarf an Steuerberatern. Aufgrund der vielfältigen Schwierigkeiten im Steuergesetz geben viele Privatperson und vor allem Betriebe die Angelegenheit an einen Sachkundigen ab. Die Steuerberater haben ein großes Fachwissen und haben zudem jahrelange Übung auf dem Gebiet. Für die meisten Probleme wissen die Steuerberater ein Lösungskonzept. Im Zusammenhang mit erheblichen Steuerangelegenheiten ist es ratsam einen Steuerberater aufzusuchen.